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Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt ist es offiziell – die neue Große Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag von den Klimazielen für 2020 verabschiedet. Die geplanten Maßnahmen werden bestenfalls für eine Verminderung des Treibhausgasausstoßes um 32 Prozent statt der dringend nötigen 40 Prozent gegenüber 1990 ausreichen. Festgehalten wird aber an dem Ziel für 2030 – bis dahin soll der CO2-Ausstoß um 55 Prozent gesenkt werden. Wie das gelingen kann, ist völlig offen, denn jedes Jahr, das ungenutzt verstreicht, erfordert höhere Anstrengungen in den Folgejahren.
Umso mehr sind jetzt Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger gefragt, den Klimaschutz in Deutschland voranzubringen. Beispielhaft zeigen unsere Klimasparbücher, wie dies gelingen kann. In diesem Jahr sind bereits drei Ausgaben erschienen – »Trier und Umland«, »Zwickau & Umgebung« sowie »Ulm und Neu-Ulm«. Davon und von weiteren Neuigkeiten rund um den kommunalen Klimaschutz erfahren Sie in diesem Newsletter.

Klimafreundliche Grüße aus München sendet Ihr Klimasparbuch-Team:
Torsten Mertz, Annika Christof, Julia Hermann, Vera Feix, Kajsa Schwerthöffer
und Janina Taigel

Klimaschutz in der ältesten Stadt Deutschlands

Klimasparbuch Trier und Umland erschienen

»Ein jeder von uns muss mithelfen, die Schöpfung für die Folgegenerationen zu bewahren«, ruft der Bischof von Trier, Stephan Ackermann, zum Klimaschutz auf. Das Bistum ist einer der Herausgeber des Klimasparbuchs Trier und Umgebung. Das erste Klimasparbuch zwischen Eifel und Hunsrück wurde realisiert dank einer Kooperation mit der Energieagentur Region Trier und der Lokalen Agenda Trier e.V.
Unterstützt wird das Projekt von der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) in Rheinland-Pfalz.
»Dieses Klimasparbuch ist ein Aufruf«, fährt Ackermann fort – und so sehen wir es auch: Auf seinen 96 Seiten lädt das Klimasparbuch die Triererinnen und Trierer ein, die grünen und nachhaltigen Ecken in Stadt und Umland zu entdecken. Neben neuem Wissen finden sich im Klimasparbuch zahlreiche hochwertige Rabattgutscheine für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen in Stadt und Region. Eine Leseprobe des Buches finden Sie hier >.

Klimaschutz in der viertgrößten Stadt Sachsens

Erstes sächsisches Klimasparbuch erschien in Zwickau

Das Bewusstsein über den Klimawandel sei beim überwiegenden Teil der Zwickauer Bevölkerung vorhanden, ist Zwickaus Klimaschutzmanager Lukas Gregori überzeugt. Doch »damit jede und jeder weiß, was man konkret tun kann, müssen Beratungsangebote und Adressen klimafreundlicher Angebote und Dienstleistungen besser beworben werden«. Dabei wird das Klimasparbuch ihn und die Verwaltung der Stadt Zwickau im Jahr ihres 900. Geburstages unterstützen. Es wird in einer Auflage von 5.000 Büchern unter anderem im Bürgerservice, im Umweltbüro, in den Stadtteilverwaltungen, in der Tourist Information sowie in der Stadtbibliothek verteilt.

Das 48 Seiten starke Büchlein konnte durch eine Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative realisiert werden und wird von der Stadt Zwickau für den European Energy Award (eea) genutzt.

Das Klimasparbuch »Zwickau & Umgebung« ist das erste, welches nach den strengen Kriterien des Blauen Engels für Druckerzeugnisse produziert wurde und als gesamtes Produkt den Blauen Engel als Umweltsiegel (RAL-UZ 195) tragen darf. Natürlich druckt oekom auch alle anderen Klimasparbücher auf Recyclingpapier, das den Blauen Engel trägt. Darüber hinaus kompensiert der Verlag die nicht vermeidbaren CO2-Emissionen über Investitionen in ein Goldstandard-Projekt zum Schutz des Klimas und der Biodiversität.

Einen Einblick in dieses Klimasparbuch finden Sie hier >.

Klimaschutz an der Donau

Klimasparbuch »Ulm und Neu-Ulm« erscheint in Kürze

Bis zum Jahr 2050 will die Stadt Ulm mit ihren mindestens 125.000 Einwohnern die CO2-Emissionen auf maximal zwei Tonnen pro Kopf und Jahr senken. Dabei geht sie von einem Basisniveau (2013) von zehn Tonnen aus. Es müssen also 80 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden! Das Klimasparbuch Ulm und Neu-Ulm 2018/19 unterstützt die Stadt nun dabei, dieses Ziel zu erreichen. Für Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, ist ganz klar, dass Klimaschutz alle Bürgerinnen und Bürger etwas angeht: »Der Schutz unserer Umwelt und unserer natürlichen Ressourcen ist eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der jede und jeder beitragen kann.«

Die erste Ausgabe des Ulmer und Neu-Ulmer Klimasparbuchs erscheint Mitte Mai in einer Auflage von über 21.000 Exemplaren und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger der beiden Schwesterstädte – und ist somit das erste Klimasparbuch, das in zwei Bundesländern zugleich erscheint. Es wird von der Stadt Ulm und dem Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. (unw) herausgegeben und wurde durch eine großzügige finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie ermöglicht. Einen Blick ins Buch erhalten Sie hier >. Für Ansichtsexemplare melden Sie sich beim oekom verlag >.

Projektförderung

Deutsche Postcode Lotterie unterstützt Klimasparbücher

Mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung fördert die Deutsche Postcode Lotterie im laufenden Jahr die Umsetzung mehrerer Klimasparbücher. Folgende Ausgaben können dank einer Förderung über den oekom e.V. als Ideengeber erscheinen: Klimasparbuch Lüneburg (herausgegeben von der Klimaschutzleitstelle Lüneburg), Klimasparbuch Grüne Hauptstadt Essen (herausgegeben von der Stadt Essen) und Klimasparbuch Hildesheim-Peine (herausgegeben vom Green Office der Universität Hildesheim sowie der Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine).

Ebenfalls fördert die Postcode Lotterie das im Mai erscheinende Klimasparbuch Ulm und Neu-Ulm sowie einen Nachhaltigkeitsführer des Vereins Lifeguide Region Augsburg e.V., welcher Ende des Jahres im oekom verlag erscheinen wird.

Der oekom e.V. sowie das gesamte Klimasparbuch-Team freuen sich sehr, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie mit dem Kauf ihrer Lose die kommunale Klimaschutzkommunikation unterstützen und somit den Klimaschutz im Alltag fördern. Weitere Informationen zu den zahlreichen von der Postcode Lotterie geförderten Projekten finden Sie hier >.

Prominente Klimasparbuch-Unterstützung

© Karena Kanamüller

Luzie Buck

Die prominente Klimasparbuch-Unterstützerin Luzie Buck ist Ulmerin, Schauspielerin, freie Journalistin, Texterin und Bloggerin auf cream-karma.com >. Im Klimasparbuch Ulm und Neu-Ulm spricht Sie mit uns über Ihren persönlichen Bezug zum Klimaschutz.

Wo achten Sie in Ihrem Alltag auf Klimaschutz?

Seit meiner Schwangerschaft hat sich mein Bewusstsein total verändert. Ich möchte, dass alle Kinder dieser Welt eine Zukunft auf diesem Planeten haben – und dafür sind wir verantwortlich. Mein Mann und ich fahren fast ausschließlich Fahrrad. Außerdem trennen wir unsere Abfälle strikt. Zusätzlich achten wir darauf, möglichst unverpackte oder Lebensmittel in Mehrwegverpackungen einzukaufen. Was Kleidung betrifft, kaufe ich deutlich weniger als früher und auch gerne gebraucht.

Was wünschen Sie sich für unsere Zukunft?

Dass wir alle verstehen, dass jede und jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, egal wie klein dieser ist. Dass wir alles, was wir tun, bewusster machen. Dann, so glaube ich, würden wir einfache Dinge ganz von alleine ändern, ohne Anleitung oder Hilfestellung.

Welche ist die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft?

Nicht immer auf andere zu gucken und zu vergleichen, sondern bei sich selbst anzufangen. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nur die anderen sehen, die in unseren Augen viel mehr ändern müssten als wir selbst. Und: zu verzichten. Klimaschutz steht in Verbindung mit Verzicht und darauf hat der Großteil unserer Gesellschaft keine Lust, da Konsum für viele einen hohen Stellenwert hat.

Der aktuelle Klimasparbuch-Tipp

© WBZU Ulm

Fahrrad mit Kofferraum

Aus großen Radfahrstädten wie Amsterdam und Kopenhagen schwappt ein Trend zu uns herüber: Immer häufiger sieht man Lastenräder und Fahrradanhänger auf den Straßen. An Bord sind meist Kinder oder große Einkäufe. Einen Anhänger kann man je nach Bedarf an das Rad koppeln oder zu Hause lassen. Es gibt einfache Anhänger für den Einkauf oder das Urlaubsgepäck und spezielle Anhänger für Kinder. Manche Lastenräder sind extra mit Kindergurten und Regenschutz ausgestattet, damit die Passagiere sicher und trocken unterwegs sind. Die meisten Lastenräder gibt es auch mit Elektro-Motor – so fährt es sich leicht und flott, selbst wenn es mit großer Beladung bergauf geht. Wenn Sie ein Lastenrad nur mal für einen Tag brauchen: Leihen Sie sich eins!

Lesetipps

Slow essen und CO2 einsparen

Das industrielle System der Lebensmittelproduktion ist für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Besonders die Intensivtierhaltung, der massive Einsatz von Düngern und Pestiziden, das allzeit verfügbare Obst und Gemüse und die langen Transportwege verursachen klimaschädliche Emissionen. Natürlich wird unsere Ernährung immer mit Treibhausgasemissionen verbunden sein, aber es gibt durchaus emissionsarme Alternativen! Welche das sind und was jede und jeder Einzelne tun kann, das zeigt das Dossier im aktuellen Slow Food Magazin zum Thema Klimaschutz. Leseproben finden Sie hier >.

Stadtpioniere im Vergleich

Das Warten auf die Große Transformation hat ein Ende: Pioniere nehmen den Umbau zur sozial verträglichen, postfossilen und ressourcenschonenden Gesellschaft selbst in die Hand. Ob Urban Gardening oder Kreislaufwirtschaft, die Akteure fordern nicht nur Maßnahmen von Politik und Wirtschaft, sie sind bereits voll in die Veränderung eingestiegen.
Angela Firmhofer hat drei europäische Städte unter die Lupe genommen, die für ihr Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet wurden. Ihr Fokus liegt dabei auf der Stadtkultur und ihren zivilgesellschaftlichen Initiativen. In Pioniere des Wandels und städtische Kulturen der Nachhaltigkeit > stellt sie ihre empirischen Erkenntnisse für zivilgesellschaftliche Transformation an den Beispielen München, Barcelona und Kopenhagen vor.

Veranstaltungstipps

9. Bundestreffen der Regionalbewegung

Das 9. Bundestreffen der Regionalbewegung findet 2018 erstmalig in Hessen statt. Am 4. und 5. Mai wird Frankfurt am Main zum Dreh- und Angelpunkt der Regio-Branche. Spannende Foren und Diskussionen erwarten Sie u.a. zu den Themen Bürokratieabbau, Regional-Logistik, Glaubwürdige Regionalität und Solidarische Gemeinschaftsprojekte. Nutzen Sie den bedeutendsten Branchentreff außerdem zum Erfahrungsaustausch. Beim Wissensmarkt berichten Akteure aus der Praxis über ihre Erfolgsrezepte und bei der mittlerweile legendären Tour Regional lernen Sie Frankfurt auf eine ganz besondere kulinarische Weise kennen! Weitere Infos, auch zur Anmeldung gibt es hier >.


23. Umweltfestival am Brandenburger Tor

Die Grüne Liga Berlin lädt Sie herzlich zum 23. Umweltfestival am 3. Juni von 11 bis 19 Uhr ein. Unter dem Motto »Stadt der Zukunft« will sie gemeinsam mit Ihnen die Straße des 17. Juni in eine bunte ökologische Flaniermeile im Herzen der Hauptstadt verwandeln und zehntausende Besucherinnen und Besucher begeistern!

Schön, wenn Sie und Ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen mit zukunftsfähigen Ideen und großartigen Projekten mitmachen! Melden Sie sich hier > noch bis spätestens zum 6. Mai als Aussteller an und erleben Sie einen ganzen Sommertag mit Musik, kreativen Mitmach-Aktionen und leckerem Street-Food aus biologischem Anbau. Mit Livemusik, Theater und Quizrunden auf mehreren Bühnen sowie Straßenkünstlerinnen und -künstlern wird das 23. Umweltfestival garantiert erlebnisreich und unterhaltsam.


Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis »ZeitzeicheN«

Zum 12. Mal wird am 10. und 11. Oktober im Rahmen des Netzwerk21Kongresses der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis »ZeitzeicheN« verliehen. Der Preis würdigt beispielhaftes Engagement bei der Umsetzung der Agenda 2030 und rückt somit die Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger sowie Nominierten ins öffentliche Bewusstsein. Der »ZeitzeicheN«-Preis 2018 wird in mehreren Kategorien vergeben, u.a. in »Bildung und Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung«, »Nachhaltige Stadt-, Gemeinde- und Regionalentwicklung« und »Kunst und Kultur für eine nachhaltige Entwicklung«. Dieser bundesweite Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich zusätzlich um den Publikumspreis bewerben, welcher über ein Online-Voting ermittelt wird.

Die feierliche Preisverleihung findet im Hörsaal des Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau am Abend des 10. Oktober statt. Bis zum 21. Juni können Sie sich auf der Internetseite bewerben. Hier > finden Sie auch detaillierte Informationen und das Bewerbungsformular.

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